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Kapitel 1
Übersicht

Installation
    Hinweis zur Demo-Version
    Hinweis zur Lite-Version
    Deinstallation
    Die Demo Programme
 
Unterschiede zu Microsoft's MBASIC
 
Unterschiede zur ATARI-Version
     Übernahme von alten Programmen
     Neue Befehle
     Neue Steuerwörter für den Native-Compiler
     Nicht mehr unterstützte Befehle
 
Das Omikron Basic Ausgabefenster
     Das Menü vom OmikronBasic Ausgabefenster
 
Aktuelles
     Was wir sonst noch so vorhaben
     Die Omikron Basic Internet-Homepage
     Fehlermeldungen und Verbesserungsvorschläge

 


Installation

Wenn Sie Omikron Basic auf CD erworben haben, brauchen Sie zur Installation nur den Ordner "OmikronBasic" von der CD auf Ihre Festplatte zu kopieren. Starten Sie danach das OmikronBasic Programm (zu erkennen an dem Berkhan-Icon). Es öffnet sich eine Dialogbox, in der Sie Ihre persönlichen Daten und Ihre Registrierungsnummer eintragen müssen. Danach ist das Programm einsatzbereit.
Wenn Sie Omikron Basic aus dem Internet heruntergeladen haben, müssen Sie das Archiv zunächst auspacken. Ziehen Sie die Datei auf das Programm StuffIt Expander. Nach dem Auspacken haben Sie zunächst eine Demoversion auf Ihrer Festplatte. Durch einen Registrierungsprozess, der im Programm erläutert wird, können Sie die Demoversion in eine Vollversion umwandeln. Falls Sie nicht updateberechtigt sind, ist dazu natürlich die vorherige Zahlung einer Lizenzgebühr erforderlich.

Hinweis: Abhängig von den Einstellungen Ihres Computers kann es sein, dass die Registrierung erst nach dem nächsten Neustart des Computers wirksam wird.

Im Ordner Manual befinden sich mehrere Dateien im HTML-Format, welche alle Anleitungen und Hinweise zur Benutzung des Omikron Basics enthalten. Zum Lesen der Dateien benötigen Sie einen HTML-Browser, wie z.B. Netscape, MS Explorer etc. Diese sind seit MacOS System 8 Bestandteil des Betriebssystems, werden aber auch über diverse Onlinedienste, CD's zu Mac-Zeitschriften und über das Internet verbreitet.


Hinweis zur Demo-Version

Wenn Sie eine Demo-Version erworben haben, so gelten folgende Einschränkungen: Der Editor gibt alle 10 Minuten eine Meldung aus, die darauf hinweist, daß es sich um eine Demo-Version handelt. Der Compiler kann nur Programme übersetzen, die nicht mehr als 75 Zeilen enthalten und deren Objectcode nicht länger als 32 Kilobyte wird. Der Library Maker kann nur Libraries erzeugen, die nicht länger als 8 KB werden. Mit der Demo-Version erstellte Programme dürfen außerdem nicht verkauft werden.
Eine Demo-Version können Sie gegen Zahlung einer Lizenzgebühr in eine Lite- oder Professional-Version umwandeln.


Hinweis zur Lite-Version

Die Lite-Version verfügt über die gleichen Eigenschaften wie die Profi-Version, der Compiler kann aber nur Programme übersetzen, deren Objectcode nicht länger als 256 Kilobyte wird. Das entspricht etwa 5000 Programmzeilen bei einem Befehl pro Zeile. Der Library Maker in der Lite-Version kann nur Libraries erzeugen, die nicht länger als 8 KB werden.


Deinstallation

Omikron Basic legt keine Dateien im Systemordner oder an anderen versteckten Stellen an. Wenn Sie Omikron Basic nicht mehr nutzen möchten, brauchen Sie zur Deinstallation nur den Ordner 'OmikronBasic' auf das Mülltonnensymbol zu ziehen.

Die Demo-Programme

Auf der Diskette befinden sich im Ordner DEMO ausführlich dokumentierte Programme. Sehen Sie sich diese Programme bitte genau an, da sie Ihnen wertvolle Hinweise geben, die Sie benötigen, um Ihre eigenen Programme an das MacOS anzupassen. Die Beispielprogramme im DEMO-Ordner zeigen verschiedene Aspekte der Programmierung in Omikron Basic und demonstrieren damit, daß man auch mit kurzen Programmen eindrucksvolle Ergebnisse erziehlen kann.




Unterschiede zu Microsoft's MBASIC

Wenn Sie noch Programme haben, die in MBASIC geschrieben wurden und die Sie gerne auf einem modernen Computer weiter nutzen möchten, so können Sie diese mit wenigen Anpassungen in Omikron Basic übertragen. Der Befehlsumfang und die Möglichkeiten zur strukturierten Programmierung sind in Omikron Basic erheblich grösser als in MBASIC. Es ist daher nur möglich, MBASIC Programme in Omikron Basic zu übertragen, aber nicht umgekehrt.

Im einzelnen müssen Sie folgende Unterschiede beachten:

-LOG(X) berechnet in MBASIC den natürlichen Logarithmus der Zahl X. In Omikron Basic heisst dieser Befehl LN(X).

-MKS$ und MKD$ ergeben in beiden Sprachen unterschiedliche Strings, da das verwendede Fliesskommaformat verschieden ist. Aus dem gleichen Grund unterscheiden sich auch CVS und CVD. Den Unterschied bemerkt man aber nur, wenn man die mit MKS$ bzw. MKD$ erzeugten Strings in irgendeiner Weise manipuliert.

-DATA Zeilen dürfen in Omikron Basic nicht nur konstante Zahlen, sondern auch Variablen und sogar komplette Formelausdrücke enthalten. Darum müssen Stringkonstanten in DATA Zeilen immer in Anführungsstriche gesetzt werden, da sie sonst als Variablennamen interpretiert würden.

-DEFINT,DEFINTL,DEFSNG,DEFDBL und DEFSTR werden in Omikron Basic vom Editor aus über den Menüpunkt 'Modus/Editoreinstellungen ...' eingestellt.

-RANDOMIZE gibt es in Omikron Basic nicht. Lassen Sie diesen Befehl in Programmen, die Sie übertragen wollen, einfach weg.

-RND(-X) gibt nicht den Startwert des Zufallsgenerators zurück, sondern eine ganzzahlige Zufallszahl.

-WIDTH gibt es in Omikron Basic nicht.

-ERASE gibt es in Omikron Basic nicht. Sie können ein Feld mit dem DIM Befehl redimensionieren und mit MAT CLEAR löschen.

-CHAIN ...,ALL gibt es in Omikron Basic nicht.

-PRINT USING verwendet in Omikron Basic einen etwas anderen Formatstring. Eine genaue Beschreibung finden Sie im Handbuch.

-INPUT liesst in Omikron Basic immer eine ganze Zeile ein. Wenn Sie z.B. drei durch Kommata getrennte Zahlen einlesen möchten, verwenden Sie statt INPUT A:INPUT B:INPUT C einfach INPUT A,B,C.

-STOP bricht das Programm nach Ausgabe einer Fehlermeldung endgültig ab. Es kann danach nicht fortgesetzt werden. Wenn Sie nur den Programmablauf anhalten wollen, ohne das Programm endgültig zu beenden, verwenden Sie einfach einen INPUT Befehl (z.B. INPUT "Weiter mit [Return]";Dummy).

Außerdem sollten Sie an den Anfang Ihres Programms einige Compiler Steuerwörter setzen, die ein Omikron Basic Ausgabefenster anlegen, damit Ihr Programm seine Ausgaben nicht direkt auf dem Bildschirm macht und multitaskingfähig wird. Bei den ersten Tests empfielt es sich auch, den Debugmodus mit COMPILER "DEBUG ON" einzuschalten und einen jederzeitigen Abbruch mit COMPILER "Ctrl_C ON" vorzusehen, damit sie Ihr Programm noch beenden können, falls es in eine Endlosschleife gerät. Weitere Erläuterungen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch unter COMPILER und bei den Beispielprogrammen im DEMO Ordner.
Unterschiede zur ATARI-Version

Es gibt keinen Interpreter mehr. Die Funktionen des Interpreters zum Debuggen von Programmen übernimmt später der Sourcecode-Debugger, der aber erst im Laufe des Jahres 1998 erhältlich sein wird.

Die Länge von Strings wird jetzt in einem 4-Byte-Wort gespeichert, so daß die Maximallänge von 65536 auf 2147483648 Zeichen pro String steigt. Natürlich muß genug Speicher im Stringheap vorhanden sein, wenn man mit sehr langen Strings arbeiten will. Siehe auch COMPILER "BAS_MEM".

Die Pseudo-Multitasking-Befehle ON TIMER..., ON MOUSEBUT..., ON HELP..., ON KEY... funktionieren nur, wenn das Omikron Basic Ausgabefenster benutzt wird. Eine Interruptsteuerung wie bei der ATARI-Version hätte zu schweren Inkompatibilitäten mit der Multitaskingumgebung des MacOS geführt.

Wenn Sie die Omikron Basic Ausgabefenster benutzen, brauchen Sie den Bildschirm am Programmanfang nicht mehr zu löschen.
Auch das ständige Ein- und Ausschalten der Maus mit MOUSEON und MOUSEOFF bzw. des BIOS-Cursors mit PRINT CHR$(27)+"e" oder +"f" ist jetzt überflüssig.

BIN$, OCT$, HEX$
schreiben das jeweilige Postfix vor die Zahl.

BITBLT
Quell- und Zielrechteck können jetzt unterschiedliche Größe haben. Das Quellbild wird durch den Befehl so verändert, daß es genau in das Zielrechteck passt. Man kann den BITBLT-Befehl jetzt also dazu benutzen, Bilder zu vergrößern, zu verkleinern oder zu verzerren.
Die Transfermodi (letzter Parameter des Befehls) haben sich ebenfalls verändert. Modus=0 bedeutet jetzt, daß das Zielbild nicht verändert wird (war bisher Modus=3). Eine genaue Beschreibung der weiteren Modi finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz oder in "Inside Macintosh, Imaging with QuickDraw".
In der Syntax BITBLT Adr1 TO Adr2, COLOR P gibt P jetzt an, wieviel Farbebenen das Zielbild haben soll. Sie können diesen Befehl also benutzen, um die Farbtiefe eines Bildes zu verändern.

BLOAD
Im ersten Parameter muß ein FileSpecificationRecord übergeben werden, wie man ihn z.B. bei FILESELECT zurückerhält. Wird dieser Befehl benutzt, um eine zuvor mit BSAVE gespeicherte Datei in den Bildschirmspeicher bzw. in das oberste Omikron Basic Ausgabefenster zu laden, so erfolgt eine automatische Anpassung der Farbtiefe und der Abmessungen.

BSAVE
Im ersten Parameter muß ein FileSpecificationRecord übergeben werden, wie man ihn z.B. bei FILESELECT zurückerhält.Wird dieser Befehle benutzt, um den Inhalt des Bildschirmspeichers bzw. eines Omikron Basic Ausgabefensters in eine Datei zu schreiben, so erfolgt die Speicherung im PICT-Format, so daß eine nachträgliche Bearbeitung mit anderen Programmen möglich ist.

CALL
Eine genaue Beschreibung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz

CMD
beeinflußt nur noch PRINT und WRITE, nicht aber PRINT# und LPRINT. Die Befehle LIST, LLIST, DUMP und LDUMP hatten ohnehin nur im Interpreter Gültigkeit und sind daher sowieso obsolet.

Hinweis: Wenn eine Ausgaberoutine für den Bildschirm mit CMD auf den Drucker umgeleitet wird, so führt dies im allgemeinen nicht zu dem gewünschten Ergebnis, da die Daten direkt an den Drucker geschickt werden. Verwenden Sie statt dessen den Befehl GRAF_PORT 1. Dieser öffnet eine Seite auf dem Drucker, auf welche dann Ihre Ausgaben umgeleitet werden.

CVD
wandelt einen 8 Byte String in eine Fließkommazahl doppelter Genauigkeit.

CVS
wandelt einen 4 Byte String in eine Fließkommazahl einfacher Genauigkeit.

DEG/RAD
Zwischen Grad- und Bogenmaß kann innerhalb des Programms beliebig umgeschaltet werden.

DATE$
Der Datumsstring wird jeweils in dem Format zurückgegeben, das auf Ihrem Computer über das Kontrollfeld "Datum & Zeit' eingestellt wurde statt bisher fest "TT:MM:JJ" (T=Tag, M=Monat, J=Jahr).

FACT(X)
Für X können jetzt auch Fließkommazahlen eingesetzt werden, da die Fakultät über die Gammafunktion berechnet wird.

FILESELECT(P$,F$,R)
Im Unterschied zum Atari Betriebssystem stellt das MacOS zum Laden und Speichern verschiedene Fileselect-Boxen zur Verfügung. Darum müssen Sie den Parameter R vorher auf 0 oder 1 setzen, um festzulegen, welche Fileselect-Box Sie wünschen.
Eine genaue Beschreibung des Befehls finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

FILL X,Y,C : Es gibt zusätzliche Möglichkeiten für die Wahl der Parameter. Für X und Y können jetzt negative Werte angegeben werden. Dann wird von außen gefüllt und gegebenenfalls noch invertiert. Weitere Erklärungen in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

FILL PATTERN= A,B
In A und B müssen jetzt Long Integer Zahlen übergeben werden. Aus den zusammengenommen 64 Bit der beiden Zahlen wird ein 8 x 8 Bit Muster erzeugt, daß als Füllmuster dient, wenn FILL STYLE= 0,0 eingestellt ist.

FRE (Volume$)
Der Volumename muß mit einem Doppelpunkt abgeschlossen werden.

HCOPY
Wenn das OUTPUT_WINDOW eingeschaltet ist, wird eine Hardcopy des Puffers für das oberste Fenster gemacht, sonst vom ganzen Bildschirm.

INKEY$
Die Shift-Keys, jetzt Modifier-Keys sind etwas anders belegt. In dem dritten Byte wird jetzt der Wert einer zweiten, gleichzeitig gedrückten Taste zurückgeliefert. Eine genaue Beschreibung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

KILL, CHDIR, MKDIR, RMDIR, OPEN
Auch diesen Anweisungen muß ein FileSpecificationRecord übergeben werden, wie man ihn z.B. bei FILESELECT zurückerhält. Einen solchen Record liefert auch die Funktion 'Get_Fsspec$' aus der ExtensionLibrary.

LINE PATTERN= A,B
In A und B müssen jetzt Long Integer Zahlen übergeben werden. Aus den zusammengenommen 64 Bit der beiden Zahlen wird ein 8 x 8 Bit Muster erzeugt, daß als Füllmuster für Linien dient, wenn LINE STYLE= 0 eingestellt ist.

LPRINT
Der Text wird zunächst in einen PrinterPort geschrieben. Mit dem Befehl LPRINT CHR$(12); kann eine Seite und mit LPRINT CHR$(26); der ganze Port geschlossen und damit die Ausgabe auf den Drucker eingeleitet werden.

MEMORY
liefert einen nichtverschiebbaren Speicherblock aus dem Application-Heap des Programms. Wie groß der Application-Heap Ihres Programms wird, läßt sich mit dem Compiler-Steuerwort COMPILER "PRE_SIZE ..." oder vom Finder aus über den Menüpunkt 'Information' einstellen.

MEMORY_BLOCK
In einen MEMORY_BLOCK können Sie nicht schreiben, da sich dieser im Code-Fragment befindet, welches schreibgeschützt ist.

MEMORY_MOVE
wird automatisch in MEMORY_MOVEB umgesetzt, wenn die Quell- oder Zieladresse ungerade ist. Die Kopiergeschwindigkeit ist am größten, wenn sich Quell- und Zieladresse auf einer 8-Byte-Grenze befinden.

MKD$
liefert einen 8 Byte langen String zurück statt bisher 10 Byte.

MKS$
liefert einen 4 Byte langen String zurück statt bisher 6 Byte.

MODE M$
beeinflußt nur noch die Umwandlung von Kleinbuchstaben in Großbuchstaben und umgekert mit UPPER$ bzw. LOWER$, nicht aber das Datums- oder Zeitformat. Dieses wird immer so ausgegeben, wie Sie es bei Ihrem Macintosh mit dem Kontrollfeld 'Datum & Zeit' eingestellt haben.

MOUSEBUT
berücksichtigt auch den Zustand der Modifier-Keys und gibt dementsprechend Werte zwischen 0 und 32 zurück

NAME F1$ AS F2$
F1$ muß einen FileSpecificationRecord enthalten. F2$ darf nur den neuen Namen enthalten. Wenn eine Directory umbenannt werden soll, müssen die Namen mit einem Doppelpunkt abgeschlossen werden.

PALETTE
schreibt die aufgelisteten RGB-Werte in die interne CLUT des Omikron Basics. Der erste Parameter gibt an, ab welchem Index geschrieben werden soll.

POINT (X,Y)
liefert keinen Farbindex zurück, sondern einen Pointer auf einen RGB-Record. Das ist eine 6-Byte-Struktur mit den Rot-, Grün- und Blauanteilen des Pixels.

RESUME
springt an den Anfang der Zeile, in der der Fehler auftrat, nicht zu dem Befehl selbst.

SCREEN
Dieser Befehl ermöglicht das Öffnen weiterer Omikron Basic Ausgabefenster. Eine genaue Beschreibung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

SEGPTR(20|28)
gibt immer Null. War auch beim Compiler der Atari-Version schon so, nicht aber beim Interpreter.

SORT
Dieser Befehl wurde dahingehend erweitert, daß jetzt beliebig viele Felder mitsortiert werden können. Eine genaue Erklärung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz

TEXT STYLE
Es sind jetzt insgesamt 7 Attribute vorhanden. Die Bedeutung der einzelnen Flags hat sich verändert.

TUNE  T,F...
Omikron Basic 6 unterstützt bis zu 16 Tonkanäle, so daß T jetzt Werte von 0 bis 15 annehmen kann. Für F dürfen nur Zahlen zwischen 0 und 127 eingesetzt werden, was den MIDI-Noten entspricht. Siehe MIDI-Tabelle im Anhang.

VARPTR&
Der Adressoperator zeigt bei numerischen Einzelvariablen auf den Wert der Variablen, bei Strings auf einen Pointer auf den String und bei Feldern auf einen Pointer auf das Feld.

VOLUME,   NOISE
Diese beiden Befehle haben jetzt die gleiche Syntax wie TUNE, nur daß statt der Frequenz die Lautstärke bzw. die Ton-Reinheit verändert werden.

WAIT
Das System wird nicht mehr blockiert. Andere Prozesse können während der Wartezeit weiterarbeiten. Dadurch kann sich die effektive Wartezeit verlängern.

W_CHAR
liefert eine Zahl zurück, die angibt, wieviele Nullen in eine Zeile passen. Das hängt nämlich bei den auf dem Apple üblichen Proportionalzeichensätzen von den verwendeten Buchstaben ab.

Übernahme von alten Programmen

Programme, die mit Omikron Basic Versionen vor 6.0 entwickelt wurden, können problemlos in den Editor geladen werden. Die deutschen Umlaute werden dabei allerdings falsch dargestellt, da sie beim Apple auf anderen ASCII-Codes liegen. Sie können jedoch leicht mit der Funktion 'Text ersetzen' aus dem Menu 'Suchen' die falschen Zeichen durch die korrekten Umlaute ersetzen.
Auf dem Atari haben die deutschen Umlaute folgende ASCII-Codes : Ä=142, ä=132, Ö=153, ö=148, Ü=154, ü=129, ß=158. Diese Zeichen erzeugen Sie am besten, indem Sie bei gedrückter Auswahltaste den ASCII-Code über die Zehnertastatur eingeben.

Zu beachten ist auch, daß der PowerPC-Prozessor Fließkommaformate mit einem kleineren Wertebereich und einer geringeren Genauigkeit verwendet. Wenn Sie in Ihrem Programm Fließkommazahlen mit einfacher Genauigkeit benutzen und damit umfangreiche Berechnungen durchführen, kann es zu Fehlerakkumulierungen kommen, die zu völlig falschen Ergebnissen führen.
Wir empfehlen daher, nur Fließkommazahlen doppelter Genauigkeit zu verwenden. Wenn Sie ein altes Programm, das mit einfacher Genauigkeit arbeitet, auf doppelte Genauigkeit umstellen wollen, gehen Sie am besten wie folgt vor:

1. Aus dem Menü 'Modus' den Eintrag 'Alle Postfixe anzeigen' anwählen.
2. Im Menü 'Modus' 'Editoreinstellungen' anwählen und dort die Deklarationsüberwachung abschalten.
3. Mit der 'Text ersetzen' Funktion des Editors alle "!" durch "#" ersetzen.
4. Die Deklarationsüberwachung wieder einschalten.

Lauffähige Compilate erhält man auch erst, wenn man einige Anpassungen vornimmt. Um Ihnen die Arbeit der Anpassung zu erleichtern, wurde eine Migrationshilfe in den Editor eingebaut. Wenn Sie im Programm-Menü den Menüpunkt 'Atari -> Mac' anwählen, öffnet sich ein Fenster, in dem alle Programmstellen aufgelistet werden, die gegebenenfalls angepaßt werden müssen. Durch Anklicken können Sie die zu ändernden Teile direkt anspringen und die Korrekturen entsprechend den Hinweisen im Kapitel 'Unterschiede zur Atari-Version' vornehmen.

Weiterhin sollten Sie von den neuen Compilersteuerwörtern Gebrauch machen, da sonst nur unspezifizierte Default-Werte eingesetzt werden. Häufig ist auch die Verwendung der ExtensionLibrary notwendig oder zumindest sehr hilfreich. Zum Bespiel bei der Verwendung von OPEN oder um die Text-Attribute für PRINT und LPRINT zu verändern.

Siehe auch das Demoprogramm 'Mandelbrot.BAS'.

Neue Befehle

Omikron Basic 6 kennt einige neue Befehle, bei anderen wurde der Funktionsumfang erweitert. Eine genau Beschreibung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz.

GRAF_PORT Ptr

MAC_OS [R0,R1,...] ;{P$+N$+M$|N},F$,[P0,P1,P2,...]

SCREEN Nr[,X,Y[,W,H]]

SORT [ASC] A() [TO B(),C(),D(),...]

DEF FNEX A(B,C,D...)

EXPORT A,B,C... 

EXPORT_EXIT FNEX A

EXPORT_INIT FNEX A

EXPORT_MAIN A$

Neue Steuerwörter für den Native-Compiler

Der Native Compiler kennt einige neue Steuerwörter, die nachfolgend aufgelistet sind. Eine detaillierte Erklärung finden Sie in Kapitel 5, Der Befehlssatz unter dem Stichwort 'Compiler'.

COMPILER "DEBUG ON|OFF"

COMPILER "EVENT"

COMPILER "FILE_TYPE XXXX"

COMPILER "FPU_EXCEPTIONS ON|OFF" oder COMPILER "FPUEXON|OFF"

COMPILER "IU_EXCEPTIONS ON|OFF" oder COMPILER "IUEXON|OFF"

COMPILER "MIN_SIZE X"

COMPILER "OUTPUT_WINDOW X*Y" oder COMPILER "OPW X*Y"

COMPILER "PRE_SIZE X"

COMPILER "RANGE_CONTROL ON|OFF" oder COMPILER "RCON|OFF"

COMPILER "SHARED_LIBRARY" oder COMPILER "SHLB"

COMPILER "SIGNATURE SIGN"

COMPILER "STACK_CONTROL ON|OFF" oder COMPILER "SCON|OFF"

COMPILER "STRING +|*X"

Nicht mehr unterstützte Befehle:

AES
BIOS
CHAIN
COMMON
CLEAR mit Parametern
FILES
GEMDOS
IPL
JOYSTICK
KEY
MODE LPRINT
NDC
OPEN "K","M"
RUN
SPRITE
VDI
WVBL
XBIOS

Die Omikron Basic Ausgabefenster

Omikron Basic stellt auf Wunsch sogenannte Ausgabefenster zur Verfügung, in welche alle Ausgaben umgeleitet werden, die sonst direkt auf dem Bildschirm landen würden. Die Verwaltung dieser Fenster wird automatisch vom Omikron Basic übernommen. Dadurch laufen auch Programme, die keine Fensterverwaltung haben und zur Ein- und Ausgabe PRINT und INPUT benutzen, sauber in einer Multitasking-Umgebung. Die Omikron Basic Ausgabefenster können Sie mit dem Befehl COMPILER "OUTPUT_WINDOW X*Y" einschalten, wobei für X (Breite) und Y (Höhe) die Werte in Pixel eingesetzt werden müssen, die das erste Fenster maximal annehmen soll. Der Inhalt der Ausgabefenster wird im Application-Heap des Programms gepuffert, es muß also je nach Größe und Farbtiefe genügend Speicher vorhanden sein. Gegebenenfalls müssen Sie im Finder oder mit COMPILER "PRE_SIZE X" mehr Speicher für Ihr Programm reservieren.

Wenn die Ausgabefenster aktiv sind, wird außerdem eine Menüzeile eingerichtet, die Ihnen den Zugriff auf die Desk-Accessories sowie das Help- und Programm-Menü an der rechten Seite ermöglicht. Damit das Omikron Basic auch die Eventmeldungen erhält, die die Ausgabefenster oder die Menüleiste betreffen, müssen Sie mit COMPILER "EVENT" an geeigneter Stelle dafür sorgen, daß ein WaitNextEvent-Aufruf in Ihr Programm hineincompiliert wird. Siehe auch das Demoprogramm 'Mandelbrot.BAS'.
Wenn sich Ihr Programm in einer INPUT- oder INPUT$-Anweisung befindet, so werden automatisch immer WaitNextEvent-Aufrufe an das MacOS abgesetzt, da ja ständig auf Tastendrücke geachtet werden muß. Das gleiche gilt für den FORM_ALERT-Befehl.
Die Ausgabefenster verfügen auch über Scrollbalken, so daß sie auch größer als der physikalische Bildschirm angelegt werden können. Bedenken Sie aber bitte, daß der Fensterinhalt im Application-Heap gepuffert werden muß. Ein Fenster mit 1280 x 960 Bildpunkten benötigt z.B. bei 256 Farben 1.2 MB Speicher.
Die Schrittweite, mit der der Fensterinhalt weiterscrollt, wenn Sie die Pfeile an den Schiebebalken anklicken, kann mit der Prozedur Set_Scroll_Parameter aus der ExtensionLibrary eingestellt werden.

Hinweis: Mit dem Befehl SCREEN können Sie weitere Omikron Basic Ausgabefenster öffnen.

Das Menü zu den Omikron Basic Ausgabefenstern

Wenn die Omikron Basic Ausgabefenster eingeschaltet sind, so wird zusätzlich eine Menüleiste eingerichtet. Über das Menü 'Datei' können Sie nun einige Grundfunktionen aufrufen

Öffnen ... : Das oberste Omikron Basic Ausgabefenster wird mit einer Datei geladen, die zuvor mit 'Speichern' eingerichtet wurde. Wenn das zu ladende Bild andere Abmessungen oder eine andere Farbtiefe hat, wird es automatisch an das Omikron Basic Ausgabefenster angepasst. Die Datei muß im 'PICT'-Format vorliegen. Sie kann daher auch mit anderen Programmen erstellt worden sein.

Speichern als ... : Der Inhalt des Puffers für das oberste Omikron Basic Ausgabefenster wird im 'PICT'-Format gespeichert. Dadurch ist es möglich, das gespeicherte Bild in andere Programme zu laden und dort weiterzubearbeiten..

Drucker einstellen ... : Es wird die 'PrStlDialog'-Dialogbox aufgerufen, in der Sie Einstellungen für den Drucker vornehmen können.

Drucken ... : Es wird die 'PrJobDialog'-Dialogbox aufgerufen. Hier können Sie zunächst weitere Einstellungen vornehmen. Wenn Sie dann 'OK' anklicken, wird der Puffer für das Omikron Basic Ausgabefenster gedruckt.

Beenden : Das Programm wird beendet. Die gleiche Wirkung hat ein Anklicken des Closers im Omikron Basic Ausgabefenster, wenn es sich um das letzte Fenster handelt. Vorher erfolgt allerdings noch eine Sicherheitsabfrage.



Aktuelles


Was wir sonst noch so vorhaben

Es wird einen neuen Float-Typ mit 128 Bit Breite geben (entspricht 32 Stellen Genauigkeit). Später soll dann auch noch die Verwendung von komplexen Zahlen für alle mathematischen Operationen möglich sein. Da die Implementation in PowerPC-Assemblerer erfolgen wird, können diese Befehle sehr schnell ausgeführt werden. Auch an die Unterstützung von Structures, wie sie aus der Programmiersprache C bekannt sind, ist gedacht.

Die Omikron Basic Internet-Homepage

Von der Omikron Basic Homepage im Internet können Sie sich eine aktuelle Demo-Version downloaden. Die Omikron Basic Homepage findet man unter:

http://www.OmikronBasic.de

Fehlermeldungen und Verbesserungsvorschläge

Wenn Sie im Omikron Basic Fehler entdecken oder Verbesserungsvorschläge haben, so senden Sie diese bitte an eine der folgenden elektronischen Adressen:

E-Mail: Berkiber@T-Online.de

Telefax: 05832/6160
Hotline: 05832/979895 (Montag bis Samstag 12.00 bis 13.00, Sonntag 14.00 bis 15.00)

oder per Post an:

Berkhan-Software
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Ihr Omikron Basic Team


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